Sächsische Schweiz – Ein Traum (Tag 7 und 8)

Am 07. Juni war es auch schon soweit – es ging zu meinem heimlichen Favoriten – dem Elbsandsteingebirge. Und was soll ich sagen?! Ich wurde nicht enttäuscht. Mensch ist das schön da… 😍 Bis zur ersten Wanderung war mein Auftakt allerdings etwas holperig. Von Oberfranken bis zum Zielort (Rosenthal-Bielatal) waren es knapp 2 1/2 Stunden Fahrzeit – eigentlich… Ich hab aber morgens (scheinbar noch nicht ganz wach) im Navi das falsche Rosenthal ausgewählt und musste deshalb nochmal eine Stunde fahren… Jaja Augen auf bei der Ortsauswahl… 🙈

Dann war ich aber endlich da und musste auf dem Wanderparkplatz (ziemlich im Nirgendwo) feststellen, dass ich kein Kleingeld für den Parkscheinautomat hatte… Toll – läuft ja gut… Also erstmal zum nächsten Bäcker gefahren und mich da gestärkt und Geld gewechselt. Dann hatte ich die gute Idee vielleicht doch lieber erst noch in die nächste Stadt zu fahren und mir noch eine kurze Wanderhose zu kaufen. Ich hatte natürlich die völlig falschen Sachen eingepackt und deshalb nur 2 kurze Hosen mit… Bei durchgehend über 25 Grad deutlich zu wenig.

Also auf nach Pirna – die große Kreisstadt mit knapp 38.000 Einwohnern. Das Sportgeschäft war schnell gefunden und dank geringer Auswahl auch schnell die vermutlich teuerste (kurze) Hose im Laden gekauft… Von da aus dann zurück zum Wanderparkplatz. Parkschein gezogen und vor´m loslaufen noch schnell beim ausgesuchten Campingplatz in Königstein angerufen ob da Platz für mich ist. Ja klar war noch Platz – aber bis 19 Uhr musste ich da sein und „einchecken“. Prima – das würde zeitlich mit der Wanderung auf keinen Fall klappen – also wieder nicht wandern, sondern ins Auto und zum Campingplatz. Da dann erstmal alles mit dem netten Platzwart geklärt und dann endlich zum DRITTEN Mal zu dem Wanderparkplatz. Mittlerweile war es auch schon 16.30 Uhr. Jetzt aber wirklich nix wie los.🏃‍♀️

Die Tour sollte leicht bis mäßig schwer sein und ca. 3 Stunden dauern. Und hat auch wieder gestimmt. Also auf die Wanderhefte der Touristinfos ist wirklich verlass! ✔ Und jetzt zeig ich euch, was so schön ist an der sächsischen Schweiz:

(Und wenn Ihr das Foto, dass ich durch’s „Fenster“ gemacht habe, vergrößert, dann könnt Ihr auf den Felsen in der Ferne die Kletterer sitzen sehen!)

Nach dieser wirklich tollen ersten Wanderung, ging es dann wieder zum Camingplatz Königstein. Da habe ich dann meine Unterkunft für die Nacht eingerichtet. Ein „Haus“ an der Elbe 😁

Das war zum schlafen echt völlig ausreichend und irgendwie auch ganz nett. Ich hatte nur nicht bedacht, dass hinter der Hüttenreihe direkt die Bahngleise waren. Wenn keine Züge fahren würden – völlig egal, nur blöderweise war da ordentlich Betrieb. Auch die Nacht durch… 😕 Daher hat das mit den Schlafen nicht sooo gut geklappt. Naja für eine Nacht auch mal ok. War ich wenigstens früh wach. 😉 Kam aber dann irgendwie nicht so richtig in die Gänge, so dass ich deutlich zu spät an meinem nächsten Wanderziel angekommen bin.

DIE Bastei (die berühmteste Felsformation in der sächsischen Schweiz) mit dazugehöriger Basteibrücke und die Ruine der Felsenburg Neurathen (für den kleinen Rundweg der Burganlage zahlt man übrigens 2 € Eintritt – die sich aber wirklich lohnen). Ich hatte mir einen Rundwanderweg ausgesucht der von dort aus durch die Schwedenlöcher zurück zum Parkplatz führte. Ein Abschnitt davon ist auch Teil des 112 km langen Malerwegs (Fernwanderweg).

Und woran erkennt man relativ schnell das man zu spät ist?! 🤔 Genau – an den Touristenströmen (Japaner, Franzosen, Engländer – alle waren sie da) die alle zur Bastei und Brücke pilgern. GRAUSAM! Das ist ja echt überhaupt gar nicht mein Ding. Aber gut, wer zu spät kommt… ne?!

Trotzdem konnte ich hier und da mal stehen bleiben und ein paar schöne Fotos für Euch machen 😎

Das war ein wirklich wundervoller Rundweg. Leider mit zu vielen Menschen. Also für meinen Geschmack halt… Und es war mir mit 31 Grad auch irgendwie wieder zu warm. Da kamen die Schwedenlöcher genau richtig zum abkühlen auf der Runde. Gefühlt waren es zwischen den Felsen nämlich maximal 18 Grad oder sogar weniger. Das war zwischendurch echt angenehm.

Also die sächsische Schweiz ist auf jeden Fall eine Reise Wert. Und ich werde auch bestimmt noch einmal hinfahren – es gibt dort ja noch sooooo viel mehr zu sehen! Aber jetzt bin ich *Überraschung* erstmal wieder zuhause.

Gestern Mittag war ein Punkt erreicht wo ich einfach fertig war und nicht mehr wollte und konnte. Ich war kaputt, müde, überfordert und überladen mit Eindrücken. 😞 Also bin ich kurzerhand ins Auto gestiegen und 537 km bis nach Hause gefahren. Und kaum hatte ich den Entschluss gefasst meine Reise an dieser Stelle abzubrechen da wurde meine Laune direkt etwas besser und ich auch etwas entspannter. 🙄

Diesen Bericht habe ich also Zuhause von meiner Couch aus geschrieben, die Sachen alle schon ausgepackt und gewaschen, das Auto ebenfalls schon gewaschen und trotz Reiseabbruch bin ich ziemlich zufrieden mit meiner Rundreise. 🤗

Und wenn ich jetzt mal 2, 3 Tage Zuhause alles ein bisschen hab sacken lassen – wer weiß – vielleicht fahr ich dann noch in den Harz?! Den hab ich ja nu leider übersprungen…

Viele Grüße von der müden, heimgekehrten Anja 🙂

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